Des einen Leid ist des anderen Freud – so ähnlich lautet derzeit die Devise bei Insolvenzversteigerungen, die durch die Wirtschaftskrise an einem ungekannten Maximum angekommen sind. Viele Unternehmen liquidieren damit ihre Immobilien, ihren Fuhrpark oder sonstige Ausstattung und begleichen mit dem Erlös soviel Forderungen wie möglich.
Doppelt profitieren
Für die Bieter sind vor allem die hohe Qualität sowie die niedrigen Preise derzeit sehr interessant. Waren Insolvenzversteigerungen bis vor einigen Jahren noch die Ausnahme, so sind sie Heute bei vielen Autionshäusern an der Tagesordnung, die Masse an Angeboten senkt dementsprechend das Preisniveau. So haben nun Investoren die Chance, günstig an Wunschimmobilien und Ausstattung zu gelangen und gleichzeitig von den niedrigen Zinsen zu profitieren.
Klarheit ab Herbst
Bereits im vergangenen Jahr verzeichnete Deutschland fast 30.000 Insolvenzen, in diesem Jahr könnten es bis zu 35.000 werden. Absehbar wird dies bis in den kommenden Herbst. Sobald das Kurzarbeitergeld ausläuft und die Bundestagswahl vorbei ist, werden sich die nachhaltigen Folgen deutlich zeigen und eine reale Abschätzung der Insolvenzanmeldungen ermöglichen. Wie zuvor auch, wird es voraussichtlich erneut größtenteils industrielle Mittelständler treffen.
