Die Frage aller Fragen lautet derzeit: Wann kommt die Zinswende? Die Einen können es kaum erwarten, den Anderen graut es davor, wenn die Zinsen wieder steigen. Sicher ist jedenfalls, dass die Zinswende im Laufe des Jahres kommen wird, uneinig ist man sich darüber wann genau es soweit sein wird. Hier gehen die Meinungen auseinander, denn viele Experten sind der Meinung, dass es schon im zweiten Quartal soweit ist, dass die Notenbanken den Leitzins anheben. Viele andere Experten sind hingegen der Meinung, dass die Leitzinsen erst im Sommer, also im dritten Quartal erhöht werden.
Letztlich machen diese paar Monate kaum einen Unterschied, denken zumindest die, die sich nicht so gut mit Finanzen auskennen, Fakt ist aber, dass es einen großen Unterschied macht.
Was für Bauherren und Immobilienkäufer wichtig ist, ist die Frage, wie sich ein erhöhter Leitzins auf das Baugeld auswirken wird. Die Zinsen auf das Baugeld waren wegen des niedrigen Leitzins im letzten Jahr so niedrig wie noch nie. Demnach wird ein erhöhter Leitzins dafür sorgen, dass die Zinsen für Bauherren und Immobilienkäufer steigen. Allerdings gilt das besonders für Kreditnehmer, die ihre Baufinanzierung erst nach der Zinswende abschließen und für Kreditnehmer, die eine kurze Laufzeit haben. Diejenigen, die lange Laufzeiten haben werden auch lange von den niedrigen Zinsen profitieren.
Die Notenbanken haben derzeit Schwierigkeiten einzuschätzen ob der kleine wirtschaftliche Aufschwung eine Folge der staatlichen Anreize ist, oder ob es ein selbst tragender Aufschwung ist. Deshalb tun sie sich auch schwer damit zu entscheiden wann es am günstigsten ist die Leitzinsen zu erhöhen, denn davon hängt eine Menge ab. Werden die Zinsen zu früh angehoben könnte die sich langsam entwickelnde Konjunktur wieder zurückgehen, da eine Zinserhöhung einen Rückgang von Investitionen und Kreditvergabe bedeuten könnte. Andererseits, wenn die Zinsen zu lange niedrig gehalten werden, könnten die Märkte mit Kapital überschwemmt werden, was das Inflationsrisiko erhöht und Platz für Spekulationsblasen schafft. Bleibt nur zu hoffen, dass keines der beiden Szenarien eintritt und die Wirtschaft sich weiterhin erholt.
Donnerstag, Januar 28th, 2010 | Autor: admin
Kategorie: Allgemein
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